Tarifvertrag busfahrer hessen 2020

Busfahrer tragen keine Verantwortung für die Probleme, mit denen kleine Unternehmen konfrontiert sind. Im Gegenteil, diese Unternehmen konnten nur Gewinne erzielen, weil die Busfahrer jahrelang ihre Zeit, ihr psychisches Wohlbefinden und ihre Gesundheit und die ihrer Familien geopfert haben. Die Beschwerden der Unternehmensleitung enthüllen nur die Bilanz des letzten Vierteljahrhunderts, das die Deregulierung und Privatisierung großer Teile des öffentlichen Sektors auf Kosten der arbeitenden Menschen miterlebt hat. Rund 4.400 Busfahrer bei privaten Busunternehmen in Hessen haben am Dienstag um 2.30 Uhr einen unbefristeten Streik gestartet. Bei einer Abstimmung in der vergangenen Woche gab es eine Mehrheit von 99,5 Prozent für eine unbefristete Stellenausschreibung. Der Streik betrifft 22 Kommunen, darunter Frankfurt am Main, Kassel, Gießen, Fulda, Hanau, Langen, Darmstadt und Offenbach. Auf der Streikpostenlinie am Frankfurter Busdepot Griesheim erklärte Der Busfahrer und Betriebsratsvertreter Oktay Zorba: “Was Busfahrer am meisten stört, ist, dass wir uns einfach ungerecht behandelt fühlen. Busfahrer in Hessen, die wirklich hart arbeiten und einen verantwortungsvollen Job machen, verdienen weniger als in anderen Bundesländern, obwohl Hessen zu den reichsten gehört. Es gibt keine Wertschätzung für uns. Unser Stundenlohn beträgt weniger als 14 €; damit sind wir nicht einverstanden.” In diesem Jahr hat Verdi den bisherigen unbefristeten Streik so lange wie möglich verschoben, obwohl der bisherige Vertrag bereits im März 2019 ausgelaufen war.

Und das trotz der Entschlossenheit der Busfahrer, sich zu wehren, wie dies in eintägigen Arbeitsaktionen im Oktober und November gezeigt wurde. Forschungsmitarbeiter sind Beamte, und ihr Tarifvertrag sieht eine jährliche Sonderzahlung vor. Dies ersetzt den früheren bezahlten Urlaub und Weihnachtsgeld. Sie beträgt je nach Gehaltsband und Erfahrungsstufe zwischen 33 % und 60 % ihres durchschnittlichen Monatsgehalts. Es gibt auch Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern. Zusätzliche Leistungen werden auch an wissenschaftliche Mitarbeiter gezahlt, z.B. wenn sie besonders erfolgreich mit dem Erwerb von Drittmitteln sind. Allerdings sind diese Zusatzzahlungen in einigen Bundesländern nicht so üblich.

Lediglich die TV-H-Vereinbarung sieht ein Kindergeld vor – ein Überbleibsel aus dem Bundesbeschäftigtentarif BAT, der nun durch TVoeD und TV-L ersetzt wurde. In der fünften Verhandlungsrunde hat der Landesverband der Hessischen Busunternehmen (LHO) den Fahrern lediglich eine Lohnerhöhung von 13,50 Euro auf 15,60 Euro pro Stunde über einen Zeitraum von vier Jahren angeboten. Daran ändert nichts an den Hungerlöhnen, die für einen angemessenen Lebensstandard im teuren Rhein-Main-Gebiet nicht ausreichen. Die Gewerkschaft hat darauf geachtet, dass sich der Streik nicht zu einer breiteren Bewegung entwickelt. Sie haben zum Beispiel den Kampf der Busfahrer von anderen Beschäftigten des öffentlichen Verkehrs getrennt. Am Dienstag und Mittwoch, den ersten beiden Streiktagen, fanden für die VGF-Beschäftigten in Frankfurt Betriebsversammlungen statt, wo Straßenbahn-, U-Bahn- und Stadtbahnfahrer unter immer anspruchsvolleren Bedingungen arbeiten.